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Keramikverblendete Brücke

Was ist eine Zahnbrücke?

Bei einem oder mehreren fehlenden Zähnen besteht die Möglichkeit, eine sogenannte Brücke anzulegen. Dies ist eine Art Zahnersatz, der im Gegensatz zum Implantat auf speziell präparierten sogenannten Pfeilerzähnen verankert ist und die Zahnlücke entweder überbrückt, wenn diese sich zwischen den Pfeilern befindet, oder als freies Ende überdeckt. Eine Brücke ist dabei im Gegensatz zu einer Prothese oder Teilprothese nicht herausnehmbar und fest im Gebiss installiert. Eine Brücke kann selbstverständlich auch gut mit einer Prothese kombiniert werden, wenn die Voraussetzungen dafür sprechen.


Basisbrücke

Eine Basisbrücke überbrückt eine Gebisslücke zwischen zwei Zähnen nach Verlust beziehungsweise Ziehen des dazwischen liegenden Zahnes oder der Zähne.

Eine solche Brücke ist auch mehrgliedrig möglich, das bedeutet, dass sich auch in der Mitte zwischen den Pfeilerzähnen einer oder mehrere intakte Zähne befinden.


Freiendbrücke

Eine Freiendbrücke überdeckt eine Lücke am Ende der noch bestehenden Zahnreihe, anders ausgedrückt befinden sich die Pfeilerzähne nur an einem Ende der Brücke.


Inlaybrücke

Eine Inlaybrücke, die meist auch einen zwischen noch vorhandenen Zähnen liegenden Defekt überbrückt, bezieht ihren Halt aus Inlays in den Pfeilerzähnen, also aus bestimmten von einem Zahntechniker hergestellten Füllungsstücken, die als Brücke miteinander verbunden werden.


Klebebrücke

Eine Klebebrücke wird im Pinzip nur auf noch bestehende Zähne aufgeklebt. Diese Sonderform dient besonders der Überbrückung von Defekten der vorderen Zähne bei jungen Patienten.


Adhäsivbrücke

Der Schwerpunkt der Anwendung von Adhäsivbrücken liegt in der Versorgung von Einzelzahnlücken, die in der Regel von karies- und füllungsfreien Nachbarzähnen begrenzt sind, insbesondere, wenn Einzelzahnimplantate nicht angewendet werden können oder sollen. Durch eine Adhäsivbrücke sollten im Seitenzahnbereich und im Oberkiefer-Frontzahnbereich nicht mehr als ein Zahn, im Unterkiefer-Frontbereich höchstens vier Schneidezähne ersetzt werden.

Beispiel

Ausgangssituation: Nichtanlage von Zahn 24 und 25

Retentive Präparation unter Einbeziehung des Füllungsdefekts mit Abdeckung eines Gummispanntuches.

Endsituation nach adhäsivem Einsetzen der Adhäsivbrücke.

Im Seitenzahnbereich wird die Brücke in der Regel auf je einem, die Lücke begrenzenden Pfeilerzahn abgestützt. Einzelne Frontzähne können über einen Klebeflügel als zweigliedrige Anhängerbrücke verankert werden [2, 5, 12]. Im Regelfall sind die vitalen Pfeilerzähne karies- und füllungsfrei und weisen keine beziehungsweise nur geringe Schmelzabrasionen auf. Sie müssen ausreichende, für die Klebung nutzbare Schmelzflächen aufweisen. Kleine Füllungen, die sich mit dem Gerüst vollständig bedecken lassen, können einbezogen werden.

Hinweise zu Brücken

Eine Brücke hat bei einer gewissenhaften Anfertigung eine lange Haltbarkeit von 10 bis 15 Jahren und mehr. Eine Freiendbrücke hält im Schnitt einige Jahre weniger. Wichtig ist eine gründliche und regelmäßige Mundhygiene.

Eine Brücke hat den Vorteil gegenüber einer Prothese, dass sie die normale Kaufunktion wesentlich besser wiederherstellen kann. Probleme und Risiken gibt es vor allem bei unsachgemäßer Verarbeitung oder dem Umgang mit der Brücke.

Bei nicht gründlich entfernter Karies oder bei anderen Zahnerkrankungen kann es zu Stabilitätsproblemen oder zu Entzündungen kommen. Ist eine Brücke nicht millimetergenau an die Verhältnisse angepasst, so kann es zu Verziehungen mit starken Schmerzen und dementsprechend Störungen beim Kauen und Sprechen kommen.

Verletzungen und mechanische Belastungen des Zahnfleisches und der übrigen Zähne können bei mangelhaft sitzenden Exemplaren ebenfalls vorkommen. Auch eine erhöhte Empfindlichkeit gegen kalte oder heiße Temperaturen findet sich recht häufig.